BIOGRAPHIE

Die Münchner Mezzosopranistin Rebekka Bigelmayr debütierte 2016 am Theater Bielefeld mit dem Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi unter der Leitung von Pawel Poplawski in dem Stück „Zwischen Himmel und Erde“ von Simone Sandroni. Zeitgleich sang sie unter der Leitung von Ivan Törzs den Dackel und tanzte die Libelle im „Schlauen Füchslein“ von Leoš Janáček an der Hochschule für Musik Detmold.

Ebenda sang sie 2015 einen der Geister in der Oper „Cendrillon“ von Jules Massenet unter der Leitung von Fabio Vettraino. Im Frühjahr 2017 konzipierte sie ihre eigene Produktion. Sie stellte die weltliche Solokantate „O numi eterni – Lucrezia“ von Georg Friedrich Händel mit Basso continuo Begleitung als eine komplexe, einstündige Performance mit Sologesang, zeitgenössischem Tanz und Elektroakustik zusammen. Von der Sängerin selbst geschriebene Texte verliehen dem Stück sowohl vom Tape als auch live gesprochen das besondere Etwas.

Sie ist Gewinnerin beim internationalen Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2018 und wird somit bei der Weltpremiere der Oper „A Bad Man's Life” von Marc-Aurel Floros zu erleben sein. Besonders aufhorchen ließ sie durch das Stück Sequenza III (1966) von Luciano Berio, welches sie mit der Tänzerin Marie Nüzel erweitert und szenisch-performativ als Nachkriegswerk inszenierte. Damit gewann sie erstplatziert im Februar 2018 den Wettbewerb ,,Musik & Vermittlung“ in Detmold. 2011 wurde sie erstmals für die ,,Berio-Sequenza“ mit dem Sonderpreis für zeitgenössische Musik im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. Es folgte eine Einladung des Bayerischen Rundfunks nach Nürnberg und zur Sternstundengala in die Allerheiligen Hofkirche der Münchner Residenz. Erneut für die herausragende Auseinandersetzung mit Neuer Musik wurde sie im Herbst 2017 mit dem schottischen Pianisten Christopher Harding beim Interpretationswettbewerb der Hochschule für Musik Detmold mit einem Sonderpreis geehrt.

Ebenso pflegt die Mezzosopranistin eine regelmäßige Konzerttätigkeit. Besondere Schätze, wie das Requiem von Maurice Duruflé, die Stabat Mater von Joseph Haydn und Giovanni Battista Pergolesi bereichern ihr Repertoire. Dazu kommen sämtliche Mozart-Messen, sowie die Oratorien und Passionen von Johann Sebastian Bach.

Mit Liebe zu unbekannteren Werken wirkte sie unter der Leitung von Peter Kreutz bei der Uraufführung am Theater Gütersloh und der CD-Produktion bei CPO der „Wilden Schwäne“ von Carl Reinecke mit. Im Februar 2016 war sie in der Uraufführung des Stückes „Im Nebel“ für Gesang und Klavier des jungen Komponisten Max-Lukas Hundelshausen zu hören. 2018 wird sie einen seiner neuen, für sie komponierten Hesse-Zyklen uraufführen. Sie gestaltete Abende mit Schumanns „Frauenliebe und Leben“, sowie Belcanto-Konzerte, bei welchen ausgewählte Arie Antiche einen Gegenpol zu dem Opus Nr. 86 von Johannes Brahms bildeten.

Neben regelmäßigen Konzert– und Liederabenden tritt sie als Performance-Künstlerin auf. Mit Marie Nüzel und Sophie Kellner war sie 2015 bei den Kulturtagen der Pasinger Fabrik in München zu erleben. Mit „Go-out-inside“ schufen die drei Künstlerinnen einen Komplex aus Video, Tanz und Klangkunst.

Sie studierte bei Prof. Gerhild Romberger und Eeva Tenkanen in Detmold. Vor dem Studium lernte sie nach einer externen Tanzausbildung an der Royal Academy of Dance/London zunächst bei der Filmschauspielerin Nicola Tiggeler die amerikanische Stimmbildungsmethode „Linklater“. Es folgte eine umfassende, sie bis heute begleitende Gesangsausbildung bei Susanne Winter in München. Meisterkurse bei Margreet Honig und Sibylla Rubens sowie eine intensive Arbeit mit Prof. Christiane Iven gaben weitere Impulse.

Während des Studiums war Rebekka Bigelmayr mehrere Jahre Stipendiatin der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik Detmold.

Repertoire
01
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Messe in h-Moll, BWV 232, Alt / Sopran ll Partie
02
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Johannes Passion / Matthäus - Passion , Alt Partie
03
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Magnificat in D-Dur, BWV 243, Alt / Sopran ll Partie
04
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Weihnachts-Oratorium, BWV 248, Alt Partie
05
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Sämtliche Kantaten, darunter BWV 34, 106, 154, 159 u.a.
06
Christoph Willibald Gluck (1714 - 1787)
Orpheus und Eurydike, Rolle: Orpheus
07
Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)
Lucrezia - O numi eterni, Solokantate
08
Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)
Giulio Cesare/ Rolle: Sesto , Ganze Partie
09
Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)
`Verdi prati` aus `Alcina`, Rolle: Ruggiero
10
Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)
`Lascia ch`io pianga` aus `Rinaldo`, Rolle: Almirena
ABOUT Rebekka Bigelmayr - Mezzosopran

Instrumente: Mezzosopran

Mezzosopranistin und Performance-Künstlerin.

 

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Pressezitate
Duruflé Requiem "Auch die Solisten konnten voll und ganz überzeugen.Rebekka Bigelmayr...epressiv, mit klarem Ton,schönem Timbre...Ausdruck und Eindringlichkeit."

Rudolf Rolli / Bruchsaler Rundschau    14.11.2012


Die Studentin überzeugt mit der Inszenierung ihrer ungewöhnlichen Bachelorprüfung...Tiefsinnig...originell zeigte Rebekka Bigelmayr den Besuchern...die Verzweiflung der Lukrezia aus Händels Solokantate.Stimmlich mitreißend und tänzerisch beeinruckend

Mikolajcak / Lippische Landeszeitung    14.02.2017


Auftrittsorte sind u.a.
Ansbach, Bielefeld, Hannover, Nürnberg, Berlin , Köln , Aachen , Würzburg, München